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IZeF-RG Mental Health in educational institutions

(Speaker: Prof. Dr. Charlotte Hanisch)

 

Psychological problems are a risk factor for all levels of development: they can affect, for example, learning and school success, social integration and participation and various aspects of physical health. Preventive approaches can reduce this risk through early detection of mental stress. On the other hand, promoting mental health and well-being can increase resilience to stressors and make children, young people and adults more resilient to critical life events and failures.

Maintaining and improving mental health therefore plays an important role for educational institutions. In its projects, the IZeF-RG on „Mental Health in educational institutions“ attempts to record mental health in educational institutions and to improve it in a multi-modal, multi-stage and multi-professional way, i.e. both at the level of the individual and at the various system levels. Multilevel includes the different levels of prevention, treatment and rehabilitation. We assume that a comprehensive promotion of mental health in this sense can only succeed in a multi-professional way, i.e. involving as many disciplines and professions as possible.

In der IZeF-FG Psychische Gesundheit in Bildungseinrichtungen befinden sich folgende Forschungsprojekte:


Multimo - Multiprofessionelle, multimodale und mehrstufige Diagnostik und Förderung bei externalisierenden Verhaltensproblemen in der Grundschule

Das Forschungsprojekt multimo versucht, über eine drei-stufige, multimodale Präventionsstrategie externalisierendes Problemverhalten bei Grundschulkindern zu reduzieren.
• Multimodalität: Kombination von Kind- und Umfeld-zentrierten Interventionen (pädagogische Fachkräfte, Eltern)
• Mehrstufigkeit: Orientierung am Bedarf des Kindes (zunächst werden Interventionen für alle Kinder angeboten, bei ausbleibendem Fördererfolg werden gezielt weitere Interventionen eingesetzt)
• Multiprofessionalität: Einbindung aller Professionen, die an Schule und Kita beteiligt sind.
Multimo wurde bereits in zwei Schuljahren an zwei Grundschulen in Einzelfallstudien pilotiert und der ersten Erfahrungen entsprechend modifiziert. In diesem Jahr wird bereits im Vorschulalter angesetzt, um betroffenen Kindern den Einstieg in die Schule zu erleichtern. Dazu werden bestehende Interventionsprogramme zur Prävention von Verhaltensstörungen für den KiTa-Alltag adaptiert. 

Projektteam: Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Prof.‘ Dr.‘ Charlotte Hanisch (Universität zu Köln), Dr.‘ Johanna Krull (Universität zu Köln), Dr.‘ Stefanie Richard (Universität zu Köln), Dr. Tobias Hagen (Universität zu Köln), Hanna Meyer (Universität zu Köln), Leonie Verbeck (Universität zu Köln), Katrin Floß (Universität zu Köln), Marie Schottel (Universität zu Köln)

Kooperationspartner: Prof. Dr. Manfred Döpfner (Universität zu Köln), Prof. Dr. Holger Pfaff (Universität zu Köln), Prof. Dr. Robert Volpe (Northeastern University Boston/USA)

Förderung: Innovationspool der Universität zu Köln, Kreis Mettmann

Projektdauer: 2020 – 2022

Projektpublikationen:

Hanisch, C., Casale, G., Volpe, R., Briesch, A., Richard, S., Meyer, H., Hövel, D., Hagen, T., Krull, J., & Hennemann, T., (2019). Gestufte Förderung in der Grundschule. Prävention und Gesundheitsförderung, 14, 237–241.

 


 

MuTig – „Multiprofessionell Transition gestalten“

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für jedes Kind ein wichtiger Meilenstein. Für Kinder mit Frühförderbedarf stellt der Übergang dabei eine besondere Herausforderung dar. 
Erstens haben die Kinder ein erhöhtes Risiko für schulische Misserfolge und deswegen auch, Lern- oder Verhaltensprobleme zu entwickeln.  Zweitens ist mit dem Schuleintritt die Unterstützung durch die Frühförderung beendet. Drittens gehen durch den Wechsel von Kindergarten in die Grundschule häufig viele wichtige Informationen verloren, weil sich Beteiligte und Institutionen häufig nicht ausreichend austauschen. 
Die MuTig-Studie hat sich daher zum Ziel gesetzt, ein Angebot zu entwickeln, das Kinder mit Frühförderbedarf beim Übergang in die inklusive Grundschule bezogen auf ihre Lern- und sozial-emotionale Entwicklung und auf soziale Teilhabe wirksam unterstützt.
Ausgangspunkt der Angebotsentwicklung ist eine Ist-Stand-Erhebung dazu, wie für diese Kinder bisher der Wechsel von Kindergarten in Schule gestaltet wird, und eine Bedarfsanalyse darüber, welche unterstützenden Strukturen und Maßnahmen für alle Beteiligten hilfreich sein könnten.
Diese Erkenntnisse werden mit dem aktuellen Stand der Forschung zu einem Angebotsformat verbunden. Zielgruppe sind Kinder, die im Vorschuljahr Frühförderleistungen beziehen und deren Übergang in die Grundschule aufgrund von Lern-, Verhaltens-, Kontaktproblemen und/oder psychosozialen Risiken als problematisch angesehen wird. Je nach Bedarfsanalyse sollen Maßnahmen auf der Ebene des Kindes, der Eltern, der Frühförder:innen, der Erzieher:innen und der Lehrer:innen bzw. auf den jeweiligen Strukturebenen kombiniert werden.


Projektteam: Prof.‘ Dr.‘ Charlotte Hanisch (Universität zu Köln), Simone Keßel (Universität zu Köln), Lotta Balters (Universität zu Köln), Laurence Nawab (Universität zu Köln), Helen Hegerath (Universität zu Köln), Christa Grüber-Stankowski (Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung)

Kooperationspartner: acht Frühfördereinrichtungen aus dem Regierungsbezirk Köln, Bezirksregierung Köln, Landesverband Rheinland (LVR)

Auftraggeber: Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung e.V., Köln

Förderung: Stiftung Wohlfahrtspflege, Kämpgen-Stiftung, Imhoff-Stiftung, Dr. Hans-Günther- und Dr. Rita Herford Stiftung

Projektdauer: 2019 – 2022

Projektpublikationen:

Keßel, S., Grüber-Stankowski, C., Hegerath, H., Hammes- Schmitz, E., & Hanisch, C. (2021). Frühförderung als Moderatorin des Übergangs in die inklusive Grundschule für Kinder mit Frühförderbedarf – MuTig: Multiprofessionell Transition gestalten. In B. Gebhard, L. Simon, K. Ziemen, G. Opp & A. Groß-Kunkel (Hrsg.). Transitionen Übergänge in der Frühförderung gestalten. Schulz-Kirchner Verlag: Idstein.

Ziemen, K. & Hanisch, C. (2021). Übergänge professionell gestalten. In B. Gebhard, L. Simon, K. Ziemen, G. Opp & A. Groß-Kunkel (Hrsg.). Transitionen Übergänge in der Frühförderung gestalten. Schulz-Kirchner Verlag: Idstein.


 

ASS ST – „Autismus-Spektrum-Störung-Schulbegleiter-Training“

Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung zeigen Beeinträchtigungen in der sozialen Interaktion und Kommunikation sowie stereotype Verhaltensweisen und Interessen. Sie werden häufig in der Schule von einer Schulbegleitung betreut, um erfolgreich an Bildung teilhaben zu können. Schulbegleitung ist bisher ein undefiniertes Berufsbild und es mangelt an einer einheitlichen Qualifizierung, Aufgabenbeschreibung und Fortbildungen. Gerade Patient:innen mit Autismus-Spektrum-Störung benötigen jedoch eine fachlich fundierte Förderung in der Schule. 
Um zur Professionalisierung der Schulbegleiter:innen zu dem Störungsbild beizutragen, hat die Kinder- und Jugendlichen Hochschulpsychotherapieambulanz KiJu, angegliedert an den Lehrstuhl für Psychologie und Psychotherapie in der Heilpädagogik und Rehabilitation, in Kooperation mit dem Autismus Therapie Zentrum Bonn/Siegburg ein Schulbegleiter:innentraining zu Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes- und Jugendalter konzipiert. 
Das Training besteht aus vier Seminartagen und zwei Supervisionsterminen. Während der Seminartage bekommen die Schulbegleiter:innen durch Dozent:innen der KiJu und des ATZ Bonn/Siegburg theoretische Inhalte zu unterschiedlichen Themen. Die Supervision in Kleingruppen dient der Fallbesprechung und Reflexion. 

Projektteam: Dr.‘ Nicole Bruning (Universität zu Köln), Marie Schottel (Universität zu Köln), Prof.‘ Dr.‘ Charlotte Hanisch (Universität zu Köln)

Kooperationspartner: Autismus Therapie Zentrum Bonn/Siegburg

Projektdauer: seit 2020

Weiterführende Links: Flyer ASS ST Schulbegleiter:innentraining zu Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes- und Jugendalter 


 

PEARL – „Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen – Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen“

Auch im Zuge der Umsetzung schulischer Inklusion besucht ein hoher Anteil von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung eine Förderschule. Zu deren psychischen Auffälligkeiten und geeigneten Unterstützungsmaßnahmen liegen bislang kaum belastbare Befunde vor. Im partizipativen und interdisziplinären Forschungsprojekt Pearl arbeiten Förderschulen und Universität zusammen, um ausgehend von einer Beschreibung der Schülerschaft Handlungsempfehlungen zu generieren. 
Die Ergebnisse der ersten Datenerhebungen weisen auf eine sehr hohe Problembelastung und eine erhebliche Konzentration insbesondere externalisierender Verhaltensprobleme hin. Auf Basis der bisherigen Ergebnisse wird eine Qualifizierungs- und Begleitmaßnahme für Lehrkräfte an Förderschulen ESE entwickelt, die sich zur Unterstützung besonders stark belasteter Schülerinnen und Schüler eignet und bisherige pädagogische Interventionen um noch spezifischere Maßnahmen erweitert. Diese Intervention wird ergänzt durch die Begleitung und Analyse von Schulentwicklungsprozessen.

Studierende können an der Durchführung des Projekts vielfältig beteiligt sein:
• systematische Literaturrecherchen zu schulbasierten Maßnahmen im Kontext des Förderschwerpunktes
• Datenerhebungen und -auswertungen
• Konzeptanalysen an den Projektschulen
• Unterstützung bei der Implementation und Evaluation von Maßnahmen
Im Rahmen des Projekts ist das Anfertigen einer Abschlussarbeit möglich!
Ansprechpartnerin: Dr.‘ Tatjana Leidig, tleidig@uni-koeln.de 

Projektteam: Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Prof.‘ Dr.‘ Charlotte Hanisch (Universität zu Köln), Dr.‘ Tatjana Leidig (Universität zu Köln), Ulrike Vögele (Universität zu Köln), Michaela Jung (Universität zu Köln), Katrin Floß (Universität zu Köln), Emilie Niemeier (Universität zu Köln), Silke Gerlach (Universität zu Köln)

Kooperationspartner: Albert-Einstein-Schule, Frechen; Förderschule Berliner Straße, Köln; Heinrich-Böll-Schule, Frechen; Pestalozzi-Schule, Brühl; Waldschule, Alfter; Bezirksregierung Köln (Schulaufsicht Förderschulen); Univ.-Prof. Dr. Manfred Döpfner (Universität zu Köln); Univ.-Prof. Dr. Gino Casale (Bergische Universität Wuppertal); Prof.‘ Dr.‘ Helma Koomen (Universität Amsterdam); Tijs Bolz (Universität Oldenburg)

Förderung: Bezirksregierung Köln , Ministerium für Schule und Bildung NRW

Projektdauer: seit 2018 

Projektpublikationen: 

Hennemann, T., Casale, G., Leidig, T., Fleskes, T., Döpfner, M., & Hanisch, C. (2020). Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung (PEARL) – Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen. Zeitschrift für Heilpädagogik, 71, 44-57.

Thöne, A.-K., Junghänel, M., Görtz-Dorten, A., Breuer, D., del Giudice, T., Hanisch, C., Hennemann, T., & Döpfner, M. Empirically based dimensions of externalizing symptoms in children and adolescents - a multitrait multisource approach. Eingereicht bei Assessment 


 

Multimo KiTa – „Multiprofessionelle, multimodale und mehrstufige Diagnostik und Förderung bei externalisierenden Verhaltensproblemen in der KiTa“

Präventive Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung von Vorschulkindern zur Unterstützung des Übergangs in die Grundschule

Multimo KiTa gliedert sich an das Projekt multimo an, das bereits in zwei Schuljahren an zwei Grundschulen in Einzelfallstudien pilotiert und der ersten Erfahrungen entsprechend modifiziert wurde. Multimo KiTa versucht, Kindern mit externalisierendem Problemverhalten den Einstieg in die Schule zu erleichtern. Im Sinne einer zwei-stufigen multimodalen Präventionsstrategie nehmen zunächst alle Vorschulkinder am Lubo-Programm teil. Für diejenigen Kinder, die hierüber ihre sozial-emotionale Kompetenz nicht ausreichend steigern konnten.

Projektteam: Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Prof.in Dr.in Charlotte Hanisch (Universität zu Köln), Dr.in Johanna Krull (Universität zu Köln), Dr.in Stefanie Richard (Universität zu Köln), Dr. Tobias Hagen (Universität zu Köln), Hanna Meyer (Universität zu Köln), Leonie Verbeck (Universität zu Köln), Katrin Floß (Universität zu Köln), Marie Schottel (Universität zu Köln)

Kooperationspartner: Prof. Dr. Manfred Döpfner (Universität zu Köln), Prof. Dr. Holger Pfaff (Universität zu Köln), Prof. Dr. Robert Volpe (Northeastern University Boston/USA)

Förderung: Innovationspool der Universität zu Köln

Projektdauer: 2019 – 2020


 

SESAME – “Schoolwide Positive Behavior Support for Mental Health”

Schätzungsweise jede*r fünfte Schüler*in zeigt bedeutsame Beeinträchtigungen in der psychosozialen Gesundheit (z. B. Kieling u. a., 2011; Ravens-Sieberer u. a., 2016). Diese Probleme nehmen einen enormen negativen Einfluss auf die akademische sowie die emotionale und die soziale Entwicklung der betroffenen Schüler*innen. Zudem gehen diese oft mit schulischem Misserfolg und sozialer Exklusion einher (Krull, Wilbert & Hennemann, 2018; Reid, Gonzalez, Nordness, Trout & Epstein, 2004; Reinke et al., 2008). Die Probleme der Schüler*innen stellen gleichzeitig auch für das pädagogische Personal eine enorme Herausforderung dar (Avramidis & Norwich, 2002). Eine Lösung bieten schulische Präventionsangebote, die ganzheitlich und schulweit ausgerichtet sind. Sie können dabei nachweislich zu einer Verbesserung der psychosozialen Gesundheit bei Schüler*innen führen und somit sowohl den Bildungserfolg, als auch die soziale Teilhabe unterstützen. Der Ansatz des Schoolwide Positive Behavior Support (SW-PBS) stellt einen solchen schulweit ausgerichteten Präventionsansatz dar. Dabei wird ein konzeptioneller Rahmen geschaffen, welcher systemische und individuelle Strategien zur Diagnostik und Förderung wichtiger emotionaler, sozialer und akademischer Kompetenzen beinhaltet und somit ein sicheres Lehr- und Lernumfeld für Schüler*innen, pädagogisches Personal und weitere beteiligte Akteure schafft (Horner u. a., 2004). Studienergebnisse weisen auf positive Effekte auf das Verhalten von Schüler*innen (z. B. eine Reduktion internalisierender Verhaltensprobleme; Lane, Wehby, Robertson & Ann Rogers, 2007) sowie auf schulsystemimmanente Faktoren (z. B. die Zufriedenheit pädagogischer Fachkräfte; Farkas u. a., 2012; Sanetti & Collier-Meek, 2015) des Ansatzes hin. In unserem Projekt Schoolwide Positive Behavior for Mental Health (SESAME) adaptieren wir den vorgestellten Ansatz des SW-PBS zur Förderung der psychosozialen Gesundheit in Sekundarschulen für verschiedene europäische Kontexte. Durch das SESAME-Modell soll ein kultursensibler und APP-unterstützer Präventionsansatz für verschiedene europäische Kontexte zur Verfügung gestellt werden, welcher die psychosoziale Gesundheit der Schüler*innen verbessert, die Belastung des pädagogischen Personals reduziert und das System Schule als lern- und entwicklungsförderliche Bildungsumwelt gestaltet.

In diesem Kontext werden folgende Projekteziele verfolgt:
1. Eine kultursensible und technologisch fortschrittliche Adaptation des SW-PBS für Sekundarschulen in verschiedenen europäischen Kontexten;
2. Die Entwicklung einer innovativen Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte in der Inklusion auf Basis von SW-PBS;
3. Die Entwicklung einer SESAME-APP zur erfolgreichen Implementation der SW-PBS Methoden;
4. Die Implementierung und Pilotierung des SESAME-Modells in Sekundarschulen.

Durch die Implementation des SESAME-Modells erhoffen wir uns Verbesserungen auf drei schulischen Ebenen.
1. Die Ebene der Schuladministration (v. a. verbessertes Schulklima, zunehmende Digitalisierung)
2. Die Ebene des pädagogischen Personals (v. a. Kompetenzzuwachs in der Prävention von und im Umgang mit psychosozialen Problemen, erhöhte Berufszufriedenheit)
3. Die Ebene der Schüler*innen (v. a. Verbesserung der psychosozialen Gesundheit und der sozialen Integration, Reduktion von Stressempfinden, Abbau von Dropout-Raten).

 

Projektteam: Prof. Dr. Gino Casale (Bergische Universität Wuppertal), Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Dr. Johanna Krull (Universität zu Köln)

Förderung: Pädagogischer Austauschdienst in der Nationalen Agentur der Europäischen Union (Erasmus+, Strategische Partnerschaften)

Projektdauer: 09/2019 – 03/2022

Weiterführende Informationen: Homepage der Bergischen Universität Wuppertal


 

Mo.Ki „inklusiv“ – Das Kind im Blick

Multiprofessionelles und systemübergreifendes Inklusionskonzept für Kinder und Jugendliche im Schulalter

Für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen stellt neben dem familiären Umfeld der Lebensraum Schule einen entscheidenden Faktor dar. Blickt man allerdings auf diejenigen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, sind die schulischen Angebote allein in der Regel nicht ausreichend. Hier ist eine präventiv ausgerichtete Kooperation von inner- und außerschulischen Professionen zentral, um den Kindern, Jugendlichen und deren Familien eine bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen. Dementsprechend stellen Erziehungs- und Bildungspartnerschaften, die neben den Erziehungsberechtigten und den innerschulischen Professionen auch das schulische Umfeld mit seinen Hilfesystemen einbeziehen, eine entscheidende Rolle dar. Daher benötigt eine präventiv ausgerichtete, koordinierte und qualitativ hochwertige Unterstützung der Kinder und Jugendlichen sowie Familien eine in der schulischen Infrastruktur etablierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteur:innen. Diese sollte im Sinne einer kokonstruktiven Kooperation dadurch geprägt sein, dass die verschiedenen Akteur:innen in einen intensiven professionellen Austausch kommen, in dem sie ihr individuelles Wissen aufeinander beziehen, damit neues Wissen erwerben und gemeinsame Handlungsstrategien entwickeln. Die Zielsetzung des Projektes liegt darin, eine koordinierte und multiprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Schule und den kommunalen Eingliederungshilfen am Lebensort Schule unter Einbezug des Familiensystems zu etablieren und zu evaluieren.

Projektteam: Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Vertr.-Prof.in Dr.in Karolina Urton (Universität zu Köln), Sophia Schmitz (Universität zu Köln)

Kooperationspartner: Bergische Diakonie gGmbH, Stadt Monheim am Rhein, Grundschule am Lerchenweg mit ihrem Ganztagesträger AWO Bezirksverband Niederrhein e.V., Peter-Ustinov-Gesamtschule

Projektdauer: 2020-2023

Projektpublikationen:

Urton, K., Schmitz, S., & Hennemann, T. (i. D.). Umsetzung und Evaluation eines multiprofessionellen und systemübergreifenden Inklusionskonzeptes für Kinder und Jugendliche im Schulalter. ESE - Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen, 2.


 

PARTI – „Partizipation und Anerkennung in Response-to-Intervention - ein Modell zum Umgang mit externalisierenden Verhaltensproblemen und Unterrichtsstörungen in der Inklusion“

Schulen stehen seit einigen Jahren vor der Aufgabe, inklusive Schulstrukturen zu entwickeln. Die Notwendigkeit wird aktuell gerade durch Befunde zur Schulsituation von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung verdeutlicht. Diese Gruppe zeichnet sich häufig durch Verhaltensprobleme aus, stört Unterrichtsabläufe und steht somit unter einem erhöhten Risiko, von Klassenkameradinnen und -kameraden sozial abgelehnt zu werden. Da die schulische Inklusion in Deutschland ein relativ junges Arbeitsfeld darstellt, fehlt es in der Praxis bislang oftmals an konkretem Handlungswissen, um mit diesen Problemlagen adäquat umgehen zu können. Hinzu kommen meist fehlende Kooperationsstrukturen zur effektiven Zusammenarbeit von allgemeinen und sonderpädagogischen Lehrkräften und anderen schulischen Fachkräften, die eine notwendige Voraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit Verhaltensproblemen darstellen.

Nun sind schulische Inklusionsmodelle - überspitzt formuliert - entweder teilhabeorientiert oder evidenzbasiert, aber selten beides gleichzeitig. Kritik entzündet sich insbesondere am evidenzbasierten Stufenmodell Response-to-Intervention (RTI), da RTI durch die strikte Trennung von Grundschul- und Sonderpädagogik zu einer Abgabe der Verantwortung für Schüler*innen mit Behinderung führe und somit deren Teilhabe am Unterricht riskiere. Mit PARTI Partizipation und Anerkennung in Response-To-Intervention) legen wir ein partizipationsorientiertes Modell vor, in dem Lehrkräfte beider Professionen ihren Unterricht gemeinsam, teilhabeorientiert und evidenzbasiert planen und durchführen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduktion von externalisierenden Verhaltensproblemen und Unterrichtsstörungen.

In einem quasiexperimentellen Design mit einer unbehandelten Wartekontrollgruppe bilden wir multiprofessionelle Schulkollegien zur Umsetzung des PARTI-Modells im Schuljahr 2019/2020 fort. Das Modell soll Lehrkräfte unterstützen, evidenzbasierte Fördermethoden zur Reduktion von Unterrichtsstörungen zu erlernen, diese auf die Partizipation aller Schüler*innen auszurichten und kooperativ umzusetzen. Wir erwarten, dass fortgebildete Lehrkräfte ihre jeweilige Expertise zunehmend aufeinander beziehen, dadurch inklusionspädagogisches Wissen und Handeln besser entwickeln und dies langfristig zu positiven Effekten auf Schülerebene führt.

Projektteam: Bergische Universität Wuppertal: Prof. Dr. Michael Grosche (Verbundleitung, Standortverantwortlicher), Prof. Dr. Christian Huber, Prof.‘ Dr.‘ Kathrin Fussangel, Prof.‘ Dr.‘ Cornelia Gräsel, Prof. Dr. Friedrich Linderkamp, Markus Spilles
Universität zu Köln: Prof. Dr. Johannes König (Standortveranwortlicher), Prof. Dr. Thomas Hennemann, Prof. Dr. Dr. Kai Kaspar, Prof.‘ Dr.‘ Conny Melzer, Prof. Dr. Christian Rietz, Dr.‘ Sarah Strauß, Katharina Neroznikova, Gino Casale & Johanna Krull

Kooperationspartner: Institut für Bildungsforschung (IfB) der Bergischen Universität Wuppertal  

Projektdauer: 2018-2021

Weiterführende Links: Homepage des BMBF | Projektseite beim BMBF