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IZeF-FG Inklusion

(Sprecher: N.N.)

Die deutschlandweite Umsetzung von Inklusion stellt eine der umfangreichsten Schulreformen der letzten Jahrzehnte dar und wird derzeit so kontrovers diskutiert, wie kaum ein anderes schulpolitisches Thema (Grosche, 2015). Seit der Ratifizierung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Vereinte Nationen, 2006) stellt die Ermöglichung der Teilhabe aller Schüler*innen (SuS) an allgemeiner Bildung durch den Aufbau inklusiver Bildungssysteme einen zentralen bildungspolitischen Auftrag dar (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011a; 2011b; Degener & Diehl, 2015). Diesem Auftrag folgend verändert sich zunehmend die Organisationsstruktur des deutschen Schulsystems, z.B. durch die teilweise Auflösung separierender Systeme (z. B. Förderschulen) und den Aufbau inklusiver Settings. Dies führt zu einer Zunahme der gemeinsamen Beschulung von Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf (SFB; Klemm, 2015). Diese Umstrukturierung des deutschen Schulsystems führt zu veränderten Aufgabenprofilen von Lehrkräften, die insbesondere die zunehmende Integration allgemein- und sonderpädagogischer Expertise betreffen (Kultusministerkonferenz, 2011; Melzer & Hillenbrand, 2015). Moser und Kolleg*innen (2011) sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Neujustierung sonderpädagogischer Professionalität für inklusive Settings“ (Moser et al., 2011, S. 143) und auch für Lehrkräfte der allgemeinen Schule geht die Umsetzung von Inklusion mit einer Weiterentwicklung des Professionsverständnisses einher. Da nicht alle Lehrkräfte gleichermaßen auf die Bewältigung dieser Aufgaben vorbereitet sind, entsteht aus dieser Neu-Justierung ein Bedarf an Professionalisierung für inklusive Bildung, der idealerweise bereits in der 1. Ausbildungsphase beginnt. Auch Lehrkräfte in inklusiven Settings müssen demnach Kompetenzen zur Bewältigung der entsprechenden Anforderungen in den neuen Aufgabenbereichen erwerben, während sonderpädagogische Lehrkräfte ihre förderschulspezifischen Kompetenzen so adaptieren müssen, dass sie in ein neues Setting unter veränderten Bedingungen transferierbar sind. Eine Möglichkeit, Lehrkräfte, die in inklusiven Settings arbeiten, in den genannten Aufgabenbereichen zu qualifizieren und somit auf die neuen Anforderungen besser vorzubereiten, sind prozessbegleitende, zielgruppenspezifische Fortbildungen für inklusive Bildung (Leko & Roberts, 2014). Damit stellen sie eine wichtige Gelingensbedingung für die professionelle und wirksame Gestaltung inklusiver Bildung für alle Lernenden dar (Jordan, Schwartz & McGhie-Richmond, 2009). Bislang fehlt es im deutschsprachigen Raum jedoch an positiv evaluierten Fortbildungsprogrammen, die unter Rückgriff auf sonderpädagogische, bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Inhalte die Lehrkräfte in Bezug auf die Umsetzung von Inklusion professionalisieren. Die Projekte der IZeF-FG bearbeiten eben diese Desiderate im Rahmen landes- bzw. kreisweiter, schulbezogener oder auch universitätsweiter Projekte. Darüber hinaus bieten insbesondere mehrstufige Förderkonzepte, wie der Response-to-intervention-Ansatz oder der School-wide-positive-behavior-support-Ansatz weitgehend von Schulen ungenutzte Entwicklungspotentiale, insbesondere im professionellen Umgang mit herausforderndem Lernverhalten von Schüler*innen.

In der IZeF-FG Inklusion befinden sich folgende Forschungsprojekte:


PARTI – „Partizipation und Anerkennung in Response-To-Intervention“

Schulen stehen seit einigen Jahren vor der Aufgabe, inklusive Schulstrukturen zu entwickeln. Die Notwendigkeit wird aktuell gerade durch Befunde zur Schulsituation von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung verdeutlicht. Diese Gruppe zeichnet sich häufig durch Verhaltensprobleme aus, stört Unterrichtsabläufe und steht somit unter einem erhöhten Risiko, von Klassenkamerad*innen sozial abgelehnt zu werden. Da die schulische Inklusion in Deutschland ein relativ junges Arbeitsfeld darstellt, fehlt es in der Praxis bislang oftmals an konkretem Handlungswissen, um mit diesen Problemlagen adäquat umgehen zu können. Hinzu kommen meist fehlende Kooperationsstrukturen zur effektiven Zusammenarbeit von allgemeinen und sonderpädagogischen Lehrkräften und anderen schulischen Fachkräften, die eine notwendige Voraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit Verhaltensproblemen darstellen.
Mit dem Projekt PARTI legen wir ein partizipationsorientiertes Modell vor, in dem Lehrkräfte beider Professionen ihren Unterricht gemeinsam, teilhabeorientiert und evidenzbasiert planen und durchführen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduktion von externalisierenden Verhaltensproblemen und Unterrichtsstörungen.
In einem quasiexperimentellen Design mit einer unbehandelten Wartekontrollgruppe wurden multiprofessionelle Schulkollegien zur Umsetzung des PARTI-Modells im Schuljahr 2019/2020 fortgebildet. Das Modell soll Lehrkräfte unterstützen, evidenzbasierte Fördermethoden zur Reduktion von Unterrichtsstörungen zu erlernen, diese auf die Partizipation aller Schüler*innen auszurichten und kooperativ umzusetzen. Wir erwarten, dass fortgebildete Lehrkräfte ihre jeweilige Expertise zunehmend aufeinander beziehen, dadurch inklusionspädagogisches Wissen und Handeln besser entwickeln und dies langfristig zu positiven Effekten auf Schüler*innenebene führt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.

Projektteam:
Bergische Universität Wuppertal: Prof. Dr. Michael Grosche (Verbundleitung, Standortverantwortlicher), Prof. Dr. Christian Huber, Prof.in Dr.in Kathrin Fussangel, Prof.in Dr.in Cornelia Gräsel, Prof. Dr. Friedrich Linderkamp, Dr. Markus Spilles, Prof. Dr. Gino Casale

Universität zu Köln: Prof. Dr. Johannes König (Standortverantwortlicher), Prof. Dr. Thomas Hennemann, Prof. Dr. Dr. Kai Kaspar, Prof.in Dr.in Conny Melzer (Universität Leipzig), Dr.in Sarah Strauß, Katharina Gottfried (geb.Neroznikova), & Dr.in Johanna Krull

Kooperationspartner: Institut für Bildungsforschung (IfB) der Bergischen Universität Wuppertal, Heilpädagogische Akademie für Erziehungshilfe und Lernförderung e.V.

Projektdauer: 2018-2021

Projektpublikationen (Auswahl):

Gottfried, K., Casale, G., Hennemann, T., Huber, C., Kaspar, K., Spilles, M., Strauß, S., & König, J. (2021). Adaptiver Umgang mit externalisierenden Verhaltensproblemen: Pädagogisches Wissen zu inklusivem Unterricht mit Fokus emotionale und soziale Entwicklung. Schweizerische Zeitschrift für BildungswissenschaftenDownload

Grosche, M., König, J., Huber, C., Hennemann, T., Fussangel, K., Gräsel, C., Kaspar, K., Melzer, C., Strauß, S., Lüke, T., Krull, J., Neroznikova, K., Spilles, M., Casale, G., & Bartling, A. (2020). Das Forschungsprojekt PARTI: Evaluation einer Fortbildungsreihe zur kokonstruktiven Umsetzung eines um Partizipation ergänzten Response-To-Intervention-Modells im Förderschwerpunkt Emotional-soziale Entwicklung. In G. Ricken, & S. Degenhardt (Hrsg.), Vernetzung, Kooperation, Sozialer Raum – Inklusion als Querschnittaufgabe (S. 116-121). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.


E-Learning für Inklusion – Konzeption einer digitalen Lernumgebung für die schulische Praxis: Auf dem Weg zum inklusiven Schulsystem in NRW

Die Weiterentwicklung der professionellen Handlungskompetenz der pädagogischen Fachkräfte gilt als zentrale Gelingensbedingung zur erfolgreichen Umsetzung schulischer Inklusion (Leidig, 2019). Neben dem klassischen Präsenzformat bieten E-Learning und die Verbindung von Präsenz- und onlinegestützten Angeboten wichtige Möglichkeiten zur Professionalisierung (DVLfB, 2018). Ob ein onlinegestütztes Angebot tatsächlich genutzt wird und Effekte zeigt, hängt gemäß Technologieakzeptanzmodellen wie UTAUT (Venkatesh et al., 2012) von den Faktoren Nützlichkeit, Aufwand, sozialer Einfluss, technische und organisatorische Gegebenheiten sowie Spaß ab, die die Nutzungsabsicht und das Nutzungsverhalten beeinflussen (z.B. Buabeng-Andoh & Baah, 2020; Tseng et al., 2019). Die digitale Lernumgebung, die wir im Rahmen des Projekts entwickeln, implementieren und evaluieren, intendiert die flächendeckende Bereitstellung eines flexibel einsetzbaren Fort- und Weiterbildungsangebots für pädagogische Fachkräfte in der Inklusion unter Berücksichtigung der genannten Faktoren. Es werden insgesamt sieben Module in den Themenfeldern effektives Classroom Management, Kooperationsstrukturen und -prozesse, Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen, Prävention und Intervention bei Gefühls- und Verhaltensstörungen, Prävention und Intervention bei Lernstörungen, individuelle Lernförderung in inklusiven Kontexten sowie inklusive Unterrichtsplanung – Didaktik und Methodik in herausfordernden Lehr-Lernsituationen konzipiert. Neben digitalen Lehr-Lernmaterialien wie Texten mit Visualisierungen, (Erklär-)Videos, Podcasts und Modellen mit „Click to Action“-Funktion werden relevante Links zu weiteren Angeboten und Informationen, ein E-Portfolio zur individuellen Professionalisierung, Vorlagen und Tools für die Nutzung im Unterricht sowie digitale und analoge Unterstützungsmaterialien für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Teamarbeit bereitgestellt.

Die digitale Lernumgebung ist flexibel in der Lehrer*innenbildung sowie in der Professionalisierung weiterer pädagogischer Fachkräfte im schulischen Kontext einsetzbar. Sie ermöglicht

  • individuelle, zeit- und ortsunabhängige, handlungsorientierte Lern- und Arbeitsstrukturen in der Aneignung der theoretischen Grundlagen im Selbststudium,
  • kritische Auseinandersetzungen mit den verschiedenen Aspekten durch Selbststudium sowie durch direkte Diskussionen in Präsenzphasen,
  • angeleitete Überprüfung des eigenen Wissenserwerbs und selbstständige Reflexion durch virtuelle Lernaufgaben und integrierte elektronische Tests,
  • kooperativen Austausch im virtuellen Raum,
  • Einbindung von digitalen Elementen des E-Learning-Angebots in Fortbildungsangeboten im Sinne des Blended Learnings.

Die wissenschaftliche Begleitstudie umfasst die Kontext-, Konzept-, Prozess- und Produktevaluation des E-Learning-Angebots.

Projektteam: Prof. Dr. Thomas Hennemann, Dr.in Tatjana Leidig, Julian Börger, Meike Vösgen, Jannik Nitz

Kooperationspartner: Heilpädagogische Akademie für Erziehungshilfe und Lernförderung e.V.

Projektdauer: 2021 - 2024


ME 3.0 – Wissenschaftliche Begleitung des Kreises Mettmann (NRW) zur inklusiven Schule

Die Fortführung der wissenschaftlichen Begleitung inklusiver Schulen im Kreis Mettmann besteht aus fünf wesentlichen Teilprojekten:

Teilprojekt 1: Weiterführung der bereits bestehenden, positiv evaluierten Konzeption der kombinatorischen Förderung im Vorschulalter zur Verbesserung des Übergangs in die Schule sowie Öffnung für alle Kitas des Kreises mit dem Ziel der Nachhaltigkeit. Besondere Berücksichtigung von Kindern unter erhöhten psychosozialen Risiken. (MultiMo KiTa)

Teilprojekt 2: Implementation und prozessbezogene Begleitung eines mehrstufigen, multimodalen Förderansatzes (MultiMo) im Umgang mit Verhaltensproblemen von Schüler*innen in Schulen des Kreises Mettmann. (MultiMo Schule)

Teilprojekt 3: Wissenschaftliche Begleitung von Allgemeinen Schulen und Förderzentren mit dem Ziel, die sozial-emotionale Entwicklung der Schüler*innen im Sinne der psychischen Gesundheit sowie deren Lernentwicklung in den Blick zu nehmen.

Teilprojekt 4: Weiterführung der Implementation des virtuellen Schulboards in Schulen des Kreises Mettmann und enge Anbindung an die Teilprojekte 1 und 2.

Teilprojekt 5: Fortführung der prozessbegleitenden Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften im Rahmen der vor- und schulischen Inklusion sowie Entwicklung und Umsetzung von Qualifizierungsmodulen zur prozessbegleitenden Unterstützung des spezifischen Kompetenzaufbaus von Sonderpädagogen sowohl im Gemeinsamen Lernen als auch in den Förderzentren.

Weiter Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.

Projektteam:
Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Prof. Dr. Jürgen Wilbert (Universität Potsdam), Prof.in Dr.in Karolina Urton (Universität Münster), Dr.in Johanna Krull (Universität zu Köln), Dr. Pawel Kulawiak (ehem. Universität Potsdam), Dr. Tobias Hagen (Universität zu Köln), Prof. Dr. Dennis Hövel (Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich)

Kooperationspartner: Heilpädagogische Akademie für Erziehungswissenschaften und Lernförderung e.V.

Projektdauer: 2019-2021


Moki „inklusiv“ – Das Kind im Blick

Multiprofessionelles und systemübergreifendes Inklusionskonzept für Kinder und Jugendliche im Schulalter

Für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen stellt neben dem familiären Umfeld der Lebensraum Schule einen entscheidenden Faktor dar. Blickt man allerdings auf diejenigen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, sind die schulischen Angebote allein in der Regel nicht ausreichend. Hier ist eine präventiv ausgerichtete Kooperation von inner- und außerschulischen Professionen zentral, um den Kindern, Jugendlichen und deren Familien eine bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen. Dementsprechend stellen Erziehungs- und Bildungspartnerschaften, die neben den Erziehungs-berechtigten und den innerschulischen Professionen auch das schulische Umfeld mit seinen Hilfesystemen einbeziehen, eine entscheidende Rolle dar. Daher benötigt eine präventiv ausgerichtete, koordinierte und qualitativ hochwertige Unterstützung der Kinder und Jugendlichen sowie Familien eine in der schulischen Infrastruktur etablierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure. Diese sollte im Sinne einer kokonstruktiven Kooperation dadurch geprägt sein, dass die verschiedenen Akteure in einen intensiven professionellen Austausch kommen, in dem sie ihr individuelles Wissen aufeinander beziehen, damit neues Wissen erwerben und gemeinsame Handlungsstrategien entwickeln. Die Zielsetzung des Projektes liegt darin, eine koordinierte und multiprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Schule und den kommunalen Eingliederungshilfen am Lebensort Schule unter Einbezug des Familiensystems zu etablieren und zu evaluieren.

Projektteam: Prof. Dr. Thomas Hennemann (Universität zu Köln), Prof.in Dr.in Karolina Urton (Universität Münster), Sophia Schmitz (Universität zu Köln)

Kooperationspartner:
Bergische Diakonie gGmbH, Stadt Monheim am Rhein, Grundschule am Lerchenweg mit ihrem Ganztagesträger AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.Peter-Ustinov-Gesamtschule

Projektdauer: 2020-2023

Projektpublikation:

Urton, K., Schmitz, S., & Hennemann, T. (2021). Umsetzung und Evaluation eines multiprofessionellen und systemübergreifenden Inklusionskonzeptes für Kinder und Jugendliche im Schulalter. ESE - Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen 3, 3, 164-171. Download


OLEI – Online Learning Inklusiv

Die Weiterentwicklung der professionellen Handlungskompetenz pädagogischer Fachkräfte ist für das Gelingen der Umsetzung schulischer Inklusion von zentraler Bedeutung. Neben dem klassischen Präsenzformat bieten E-Learning und die Verbindung von Präsenz- und onlinegestützten Angeboten wichtige Möglichkeiten zur Professionalisierung. Das E-Learning-Management-System Online Learning Inklusiv (OLEI) intendiert die flächendeckende Bereitstellung eines flexibel einsetzbaren Fort- und Weiterbildungsangebots für pädagogische Fachkräfte in der Inklusion. OLEI umfasst insgesamt 7 Lernmodule, die alle relevanten Aspekte des gesamten Qualifizierungsangebots inkl. der anstehenden Aktualisierungen der Maßnahme „Fortbildung für Schulen auf dem Weg zur Inklusion“ mit dem Schwerpunkt „Verhaltens- und Lernprobleme“ beinhalten. Die Module sind im Sinne eines Baukastenprinzips aufgebaut:

  • M1: Effektives Classroom Management
  • M2: Kooperationsstrukturen und -prozesse
  • M3: Förderung emotional-sozialer Kompetenzen/Prävention und Intervention bei Gefühls- und Verhaltensstörungen I (Grundlagen & universelle Ebene)
  • M4: Prävention und Intervention bei Lernstörungen/individuelle Lernförderung in inklusiven Kontexten I (Grundlagen)
  • M5: Inklusive Unterrichtsplanung – Didaktik und Methodik in herausfordernden Lehr-Lernsituationen
  • M6: Förderung emotional-sozialer Kompetenzen/Prävention und Intervention bei Gefühls- und Verhaltensstörungen II (Vertiefung & selektive Ebene)
  • M7: Prävention und Intervention bei Lernstörungen/individuelle Lernförderung in inklusiven Kontexten II (Vertiefung)

OLEI ist dabei so konzipiert, dass sich pädagogische Fachkräfte die Inhalte im Selbststudium aneignen können. Die Plattform ist didaktisch-methodisch breit aufgestellt: Konkrete Videobeispiele aus der pädagogischen Praxis, digitale Tools zur Planung des eigenen Unterrichts, Animationen zur veranschaulichenden Darstellung komplexer Sachverhalte, sowie Möglichkeiten zum Austausch mit Kolleg*innen und anderen pädagogischen Disziplinen sollen eine hohe praktische Relevanz für die Nutzer*innen garantieren.

Hierfür orientiert sich OLEI in seiner Ausgestaltung am Technologieakzeptanzmodell UTAUT-2 (Venkatesh et al., 2012), das die Faktoren Nützlichkeit, Aufwand, sozialer Einfluss, technische und organisatorische Gegebenheiten und Spaß als Prädiktoren für das Nutzungsverhalten der Nutzer*innen benennt. Die wissenschaftliche Begleitstudie umfasst die Kontext-, Konzept-, Prozess- und Produktevaluation des E-Learning-Angebots. OLEI wird vom Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung (Prof. Dr. Thomas Hennemann) der Universität zu Köln und der Heilpädagogischen Akademie für Erziehungshilfe und Lernförderung e. V. Köln (HPA) entwickelt und vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW gefördert.

Projektleitungen: Prof. Dr. Thomas Hennemann, Vertr.-Prof.in Dr.in Tatjana Leidig

Projektteam: Julian Börger, Jannik Nitz, Meike Vösgen

Projektdauer: 2021-2024